„SCHLOT“
freie Objektarbeit 2017, Erinnerungskultur, carbon age memorials
Schornsteine und Kühltürme prägten über mehr als ein Jahrhundert das Bild des urbanen Raums. Als vertikale Landmarken standen sie für ein Industriezeitalter, dessen Leistungsfähigkeit und Wachstum eng mit der Nutzung fossiler Energieträger verbunden war.
Die formale Vielfalt dieser Baukörper verweist auf eine von Arbeit geprägte Epoche. In ihrer Präsenz bestimmten sie nicht nur das Erscheinungsbild der Landschaft, sondern auch den Rhythmus des Alltags.
Mit dem Wandel von Produktion, Energiegewinnung und gesellschaftlichen Anforderungen verschwinden diese Strukturen zunehmend aus dem öffentlichen Raum. Ihre Gestalt bleibt jedoch als prägnantes Element kollektiver Erinnerung erhalten.
Die „Schlote“ greifen diese Formensprache auf und übertragen sie in ein verkleinertes, objekthaftes Format. In Anlehnung an regionale Traditionen wie die erzgebirgische Volkskunst entstehen reduzierte, architektonisch geprägte Objekte, die zwischen Alltagsgegenstand und Erinnerungsform stehen.
Projekthintergrund
Sammlung


