KÜNSTLERISCHES PROFIL
In meiner Arbeit suche ich die Balance zwischen architektonischer Statik und einer reduzierten, klaren Formsprache. Ich arbeite mit nachhaltigen Materialien, deren Wahl inhaltlich begründet ist. Beton setze ich beispielsweise im Kontext der Erinnerungskultur ein. Kleine Räucheressen thematisieren den Strukturwandel und den Abschied von der Kohleverstromung und bewahren die haptische Schwere einer Industrie im Wandel. Diese erzählerische Ebene verbindet meine Arbeit mit meiner Tätigkeit als Bühnenbildner, unter anderem in inklusiven Theaterprojekten.
Meine Arbeiten entstehen aus flexiblen Flächen, Holz, Stahl und Beton, oft in konstruierten, seriellen Verfahren. Mich interessiert, wie aus einzelnen Teilen Körper entstehen, die zwischen organischer Form, Objekt und Struktur eine subtile Spannung entwickeln. Wiederkehrende Motive wie organische Figuren, industrielle Formen und reduzierte Konstruktionen zeigen sich nicht als eindeutige Darstellungen, sondern als Annäherungen. Vertrautes wird in neue Zusammenhänge gesetzt und verändert dabei seine Bedeutung.
In den textilen Arbeiten erscheinen Tiere als fragile, zusammengesetzte Formen, die innen hohl bleiben und bespielt werden können. Betongüsse übertragen industrielle Strukturen in verkleinerte, nutzbare Formate. Holzobjekte bewegen sich zwischen Tragwerk und Körper, zwischen Funktion und Andeutung. Mit der ‚Lebendigen Spirale‘ erweitern sich die Arbeiten in Raum und Zeit. Sie verändert sich durch Witterung und Nutzung und wird so Teil ihrer Umgebung.
Ziel meiner Arbeit ist es, durch Reduktion und das Weglassen des Überflüssigen das Wesentliche einer Erzählung freizulegen. Meine Arbeiten beziehen sich auf den Raum und zeigen die Beziehungen zwischen Material und Form sowie zwischen Konstruktion, Stabilität und Veränderung.